Was ist biologisch?

 

Biologischer Landbau bedeutet, dass die Produkte ohne die Hilfe von lebensfeindlichen Stoffen (totaler Verzicht auf Mineraldünger und Pestizide) mit naturgerechten Maßnahmen bzw. artgerechter Tierhaltung produziert werden.
Diese Nahrungsmittel verfügen über ein Höchstmaß an wertvollen Inhaltsstoffen.
Zusätzlich entlastet der biologische Landbau unsere Umwelt, sorgt für glückliche
Tiere und eine intakte Natur.

 

 

Was macht ein Biobauer?

Biobauern verwenden keinen Mineraldünger und keine Pflanzenschutzmittel. Sie düngen mit Humus und Kompost, der sich aus dem natürlichen landwirtschaftlichen Ablauf ergibt. Im Übrigen wird das Prinzip des geschlossenen Kreislaufes verfolgt - was am Hof anfällt, wird in irgendeiner Form wieder verwertet.

Die Tiere bekommen nur biologisch erzeugte Futtermittel zu fressen, bewohnen in kleinen Verbänden größere Stallungen mit Tageslicht und müssen mindestens zwischen 180 und 200 Tage im Jahr auf der Weide stehen.
Kranke Tiere werden bevorzugt mit homöopathischen Mitteln und Akupunktur behandelt.
Die Verwendung von Hormonen und Antibiotika ist strengstens verboten!

Im Pflanzenlandbau herrschen ebenfalls strenge Vorschriften und Kontrollen vor. Bio ist nur, was ohne Mineraldünger kultiviert wurde. In der Lagerhaltung dürfen keine chemischen Lagerschutzmittel verwendet werden. Verboten ist der Einsatz von chemischen Substanzen, die das Nachreifen der Früchte besorgen, die Anwendung von Keimhemmungsmitteln und radioaktive Bestrahlung.

 

Kennzeichnung - auf welche Kennzeichen ist Verlass?

Wer gerne Bioprodukte kaufen möchte, muss unbedingt auf die Formulierungen achten, die sich auf der Verpackung der Produkte befinden. Um nicht von irreführenden Bezeichnungen hinters Licht geführt zu werden, vertrauen Sie auf Formulierungen wie: aus biologischem Anbau, aus biologischen Landbau oder aus biologischer Landwirtschaft.
Diese Bezeichnungen sind Garanten für ein echtes biologisches Produkt. Verschiedene Logos von Bioverbänden zeichnen ebenfalls Bioprodukte aus.

 

Organisch biologisch

Die organisch-biologische Landwirtschaft wurde von dem Schweizer Hans Müller, seiner Frau Maria und dem Deutschen Hans-Peter Rusch ab 1951 entwickelt. Diese Anbaumethode basiert ausschließlich auf naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Wie auch beim biologisch-dynamischen Landbau ist für Kunstdünger und Pestizide kein Platz. Im Vordergrund steht die Beziehung zwischen Boden, Pflanze, Tier und Mensch.
Ein Kreislauf der möglichst geschlossen sein sollte.

Nährstoffe die den Hof in Form von Pflanzen oder anderen Produkten verlassen, müssen auf natürliche Weise wieder inden Hofkreislauf zurück geführt werden. Im Gegensatz zum biologisch-dynamischen Landbau werden die Felder bei organisch-biologisch geführten Höfen nicht gepfügt, sondern nur gelockert. So werden die verschiedenen Bodenschichten nicht durcheinander gebracht und Bodenflora und -fauna bleiben an ihren Wirkplätzen.
Ein biologisch geführter Bauernhof ist ein lebender Organismus.

Er spiegelt die Natur in seiner Vielfalt wider. So ist ein ideal geführter landwirtschaftlicher Betrieb in den Kreislauf der Natur fest eingebunden. Boden, Pflanzen und Tiere bilden dabei die Grundlage des Kreislaufs. Möglichst vielfältig sollten Wiesen, Wälder, Weiden, Äcker, Viehbestand, Gemüse- und Obstanbau dabei sein. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Tiere. Es dürfen nur so viele Tiere auf einem Hof leben, wie sie auch von ihm selbst versorgt werden können. Gleischzeitig muss der kompostierte, von den Tieren erzeugte Mist ausreichen, um das Land des Hofs mit ausreichend Dünger und Humus zu versorgen. So, dass kein zusätzlicher Dünger zugekauft werden muss.
Chemischer Kunstdünger oder Pestizide haben keinen Platz in diesem natürlichen Landbau.