Kräuterpfarrer Weidinger über Dinkel:

 

Dinkel - Triticum spelta (auch Spelzes oder Schwabenkorn)

Die Pflanze zählt zu den Süßgräsern: Der Dinkel ist ein Urkorn, das zu den ältesten Getreidearten der Menschheit gehört. Außerdem ist Dinkel eine der wenigen basischen Getreidearten. Die Pflanze wird etwas höher als Weizen, bildet dünnere Ähren und schmälere, längere rötliche Körner. Das Korn ist von einer dicken Spelzhülle umgeben, die sich beim Dreschen nicht löst. Dazu bedarf es eines besonderen Schälvorganges, "entspelzen" genannt um die Hülsen abzutrennen.

1.: Dinkel ist ein anspruchslosen Wintergetreide.
2.: Früher wurde er vor allem in Süddeutschland, der Schweiz und in Tirol angebaut.
3.: Dinkel gedeiht am besten auf Böden, die nicht mit Mineraldünger gedüngt
.....wurden.
4.: Er ist robust und bevorzugt kalkreiche Erde.
5.: Das Korn enthält große Mengen an Magnesium, Phosphor und Kalium.
.....Sie hemmen die Fettbildung im Körper.
6.: Dinkel hat ausgezeichnete Backeigenschaften und einen guten nussartigen
.... Geschmack.
7.: Aus dunkelbraun geröstetem Dinkel kann man einen schmackhaften Kaffee
.... zubereiten.

Zöliakie und Dinkelnahrung:
Unter Zöliakie versteht man eine chronische Durchfallerkrankung aufgrund einer Unverträglichkeit gegenüber einem Kleber-Eiweiß in Getreideprodukten. Das Kleber-Eiweiß ist für die Backfähigkeit des Mehls verantwortlich. Viele Menschen, die allergisch auf Weizen reagieren, vertragen Dinkel problemlos.

Vorzüge der Dinkelkost:
Das Dinkelkorn enthält viele wasserlösliche Wirkstoffe, die die menschlichen Verdauungsorgane schonen und dem gesamten Organismus zur Verfügung stehen.

Besonders wichtig ist der Dinkel für den Darm:
Mit Dinkelsuppe kann man Durchfall hemmen und eine gestörte Darmflora wieder aufbauen.

Dinkel als wertvoller Vitaminspender:
Er hellt das Gemüt auf, stärkt Nerven und Gehirn. Verstimmungen und Altersdepressionen werden behoben.